Die Waldfrau
Die Waldfrau

Wege

Nachfolgend schreibe ich hier für dich, was mir auf meinem Heilungsweg immer und immer wieder hilft und geholfen hat.

 

Ich habe alle Schritte/Wege/Methoden selbst ausgeführt und durfte ihre Heilkräfte mehrfach erleben und erlebe sie noch immer.

 

Zwei Dinge habe ich dabei gelernt:

 

1. Es ist wichtig, am Ball zu bleiben! Nicht gleich aufgeben, wenn es nicht auf Anhieb Wirkung zeigt. Es wirkt! Doch häufig sind unsere Themen so komplex, dass nicht eine Sache allein Erleichterung bringt. Es ist wie bei der berühmten Zwiebel - sehr häufig haben unsere Themen viele Schichten und alle Schichten müssen bearbeitet werden.

Das kann oft Tage, Wochen, Monate oder auch mal Jahre dauern - je nach dem, wie bereit wir sind, die alten Themen wirklich gehen zu lassen, denn davon hängt alles ab.

 

2. Hast du eine Sache geheilt, zeigt sich flugs eine andere, die auch geheilt werden will :o). Halte durch! Erobere dein Herz zurück und schau und staune, was das mit dir und deinem Leben macht!

 

Wichtig: Die hier aufgeführten Tipps ersetzen keinen Arzt. Wenn du krank bist, dann solltest du immer einen Arzt zu Rate ziehen.

Vergib deinen Eltern

Jeder Mensch hat eine Mutter. In ihrem Körper wuchs er heran, ihre Zellen versorgten ihn mit Sauerstoff und Nährstoffen, ihr Körper schütze und hütete ihn und es ist IHR Blut, dass durch seine Adern fließt. 9 Monate lang war ihr Körper sein innig geliebtes Zuhause. Nichts, was sie danach getan haben mag, wird das jemals ändern.

 

Jeder Mensch hat einen Vater. Es war sein Lebensfunke, der die Energie entfachte, die zur Entstehung des Lebens von nöten ist. Es war sein Licht, das auf die wartende Eizelle traf und das Feuerwerk auslöste. Nichts, was er danach getan haben mag, wird das jemals ändern.

 

Was hältst du von deinen Eltern? Welche Meinung hast du von ihnen? Haben sie viele Fehler gemacht oder machen sie vielleicht noch immer?

 

Sehr sehr viele Menschen haben in ihrer Kindheit Dinge erlebt, die dazu führten, dass sie sich von ihren Eltern nicht geliebt oder gar abgewertet fühlten und es immer noch tun. Dies können große, schreckliche Erlebnisse sein oder auch kleine, scheinbar harmlose.

Sie alle stecken noch immer als Stachel in unseren Herzen und Schmerzen noch heute. Wir können sie verdrängen, ignorieren oder leugnen doch das ändert nichts - die Stachel sind immer noch da.

 

Ein Weg, diese Stachel in deinem Herzen zu heilen, ist Folgendes zu verstehen:

Deine Eltern waren dir die besten Eltern, die sie sein konnten! Besser konnten sie es nicht. Sie gaben, was sie geben konnten. Was sie nicht gaben, das hatten sie selbst nicht. Sie hielten nichts zurück, sie gaben alles, mehr ist nicht da. Ganz schlicht. Ganz einfach. Sie gaben dir stets alles, was sie geben konnten.

 

Wie wütend bist du bei einem Menschen, der keine Arme hat, wenn er dich nicht in den Arm nehmen und dir durchs Haar streichen kann?

 

Wie wertlos fühlst du dich, wenn ein blinder Mensch dein wunderbar gemaltes Bild nicht beachtet und lobt?

 

Eltern geben ihren Kindern immer, IMMER alles, was sie haben. Wenn sie etwas nicht geben, dann deshalb, weil sie es selber nicht besitzen. Bitte frage dich: Was würde ich meinen Kindern absichtlich nicht geben, was würde ich ihnen absichtlich vorenthalten?

 

Schau auf deine Mutter. Was fehlte ihr? Was konnte sie dir nicht geben, weil sie es nicht besaß? Auch sie ist eine Tochter, das Kind einer Mutter. Was hat sie wohl von ihrer Mutter nicht bekommen, weil wiederum sie es nicht besaß? Und welche Stachel hat dies im Herzen deiner Mutter hinterlassen, die sie noch heute trägt?

 

Und wie ist es bei deinem Vater? Und seinem Vater?

 

Vergib ihnen! Vergib ihnen, dass sie nicht mehr geben konnten als sie hatten. Sie gaben, was sie geben konnten - und manch einer kann so gut wie gar nichts geben.

 

Bitte versuche dein Groll gegen sie abzulegen. Befreie dein Herz von dem Stachel, dass du etwas von ihnen nicht bekommen hast, weil du es nicht wert gewesen bist oder weil du nicht artig, perfekt, hübsch, intelligent oder was auch immer gewesen bist. Wenn du keine Anerkennung bekommen hast, dann weil sie sie für sich selbst nicht hatten. Wenn du keine Liebe spüren konntest, dann weil ihre Herzen teilweise oder gar ganz versteinert sind. Sie hielten nie etwas zurück, sie gaben was sie hatten an ihr geliebtes Kind, an dich.

 

Vergib ihnen, dass sie dich nicht deutlicher lieben konnten. Vergib ihnen, dass sie es nicht so konnten, wie du es gebraucht hättest. Vergib ihnen und spüre, wie dieser Stachel aus deinem Herzen verschwindet.

 

 

Fühle deine Gefühle

Alles, wirklich alles in unserem Leben, dreht sich um unsere Gefühle. Dabei gibt es zwei große Hauptvarianten: die Gefühle, die wir unbedingt fühlen wollen und die Gefühle, die wir auf keinen Fall (mehr) fühlen wollen.

 

Das "Unbedingt-Schönes-fühlen-Wollen" macht uns zu einem Menschen, der ständig auf der Suche nach "schönen" Gefühlen ist. Wir wollen unbedingt fühlen, dass wir geliebt werden und tun nun alles, damit es dazu kommt. Wir wollen uns unbedingt anerkannt fühlen und ackern uns ab, damit dieses Gefühl sich doch endlich einstellen möge. Im Extremfall laufen wir anderen Menschen regelrecht hinterher und betteln sie geradezu an, dass sie doch endlich alles tun mögen, damit sich die schönen Gefühle bei uns einstellen. Leider geschieht dann immer genau das Gegenteil: die Menschen fühlen sich von unserem Verhalten abgestoßen und wenden sich ab. Da dies aber ein schlechtes Gefühl bei uns auslöst verstärken wir die Anstrengungen, endlich an die schönen Gefühle zu kommen und rennen, ackern und betteln noch mehr. Ein Teufelskreis.

 

Das "Schlechtes-nicht-mehr-fühlen-Wollen" kann solche Ausmaße annehmen, dass wir den Eindruck haben, gar nicht mehr fühlen zu können. Diese Abspaltung von unseren Gefühlen funktioniert aber leider nicht nur für die "schlechten" Gefühle - sondern wenn wir uns abspalten, dann total, das heißt wir fühlen weder Schmerz noch Freude. Alles versinkt in Neutralität und es bedarf schon sehr starker Impulse, damit ein Gefühl spürbar wird.

 

Beide Verhaltensweisen machen uns gleichermaßen krank.

 

Die Jagd nach schönen Gefühlen laugt uns aus, macht uns kraftlos, greift unser Immunsystem an und kann zur totalen Erschöpfung und Depression führen.

 

Die Verdrängung von unseren "schlechten" Gefühlen löst sie damit nicht auf, es gibt die Gefühle noch immer, doch wir verdrängen sie aus unserem fühlenden Emotionalkörper in den physischen Körper - wo sie sich dann früher oder später als Krankheit zeigen werden.

 

Die Lösung für beide Varianten ist einfach und schwierig zugleich: Wir müssen unsere Gefühle wieder fühlen!

 

Dabei durfte ich in den letzten Jahren zwei wichtige Dinge über das Fühlen von Gefühlen lernen:

1. Jedes Gefühl ist endlich! Ja, jedes Gefühl hat nur ein gewisses Maß an Energie. Verbrenne ich diese Energie, in dem ich das Gefühl einfach fühle, dann spüre ich irgendwann - oh Wunder - dass das Gefühl abebbt, weniger wird und dann ganz verschwindet. Meist geschieht das nach ca. 5 Minuten, wobei es natürlich von dem ausgehenden Erlebnis abhängt. Der Verlust eines geliebten Menschen kann ein Fühlen über Tage erfordern, doch auch dann ebbt es ab. Wenn wir alles tun, um die schlechten Gefühle nicht zu fühlen, erhalten wir die Energie aufrecht und geben dem Gefühl somit eine ewige Haltbarkeit.

2. Gefühle verschwinden nur durchs fühlen! Nichts anderes löst Gefühle auf, nichts! Ich kann etwas drüberdecken, weggucken oder verleugnen - doch das Gefühl ist noch immer da. Wartet in den Zellen meines Körpers darauf, dass ich endlich den Mut finde, mich ihm zuzuwenden. Nur fühlen löst Gefühle auf!

 

Wenn wir Gefühle spüren, die wir als unangenehm empfinden, dann laufen in uns immer wieder die gleichen Maßnahmen ab, um diese Gefühle loszuwerden. Welche das sind, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sehr viele Menschen versuchen ihre Gefühle "wegzudenken" indem zu krampfhaft an etwas anderes denken, oder sich immer wieder in Gedanken vorsagen: "denk an was anderes, denk an was anderes", oder auch indem sie ihre Gefühle abtun "na, so schlimm ist es auch nicht, nun reiß dich mal zusammen". Andere essen, hungern oder trinken ihre Gefühle "weg". Und wieder andere versuchen alles, um die schlechten Gefühle mit guten Gefühlen zu überdecken und verfallen dann in alle möglichen Hilfsaktionen, in der Hoffnung, sich dafür wertvoll zu fühlen.

Lass das alles sein! Gib es auf!

 

Finde den Mut, deine Gefühle einfach nur zu fühlen. Richte deine liebevolle Aufmerksamkeit auf sie. Wo in deinem Körper kannst du sie spüren? Wie fühlt sich dieses Gefühl an? Welche Gedanken gehen dir durch den Kopf? Und die ganze Zeit  fühle die Gefühle. Versuche nicht, sie zu verstärken! Bade NICHT in ihnen, sondern beobachte sie einfach "ach, so fühle ich mich gerade, ist ja interessant". Bleib mit der Aufmerksamkeit bei deinem Gefühl. Minutenlang. Und dann spüre das Wunder, wenn das Gefühl geht und Frieden in dir zurücklässt.

 

Sei stolz auf dich, du bist einen der wichtigsten Heilungswege gegangen, den es gibt!

 

 

Rede mit deinen Spirits

Dich umgibt in jeder Sekunde ein ganzes Team von wunderbaren Wesen, die dich durch dein Leben begleiten - die sogenannten "Spirits". Manche begleiten dich von dem Moment deiner Zeugung bis zum Übergang "Tod" und darüber hinaus, andere begleiten dich nur zu bestimmten Abschnitten in deinem Leben. Doch immer sind es mehrere Begleiter, die sich gleichzeitig an deiner Seite befinden.

 

Da gibt es deine Engel, allen voran natürlich dein Schutzengel, aber auch noch andere Engel. Es gibt ein liebevolles, weises Wesen von der Meisterebene, das an deiner Seite geht. Krafttiere begleiten dich. Du hast einen persönlichen "Timer" (so nenne ich ihn scherzhaft), ein Wesen, das aufpasst, dass für dich alles zur rechten Zeit geschieht. Dann können dich weitere Wesen und Energien begleiten wie zum Beispiel liebe Freunde und Familienmitglieder - auch solche, die in diesem Leben extra nicht inkarniert sind, damit sie dich in deiner Inkarnation energetisch begleiten können. Es gibt aber auch Farbschwingungen und Töne, die in deinem "Team" für dich wirken und dich begleiten.

 

Sie alle gehen mit dir!

 

Sie alle warten darauf, dass du dich ihrer mehr oder wenig bewusst wirst und anfängst, mit ihnen zu "arbeiten". Dies meint vor allem, dass du anfängst, ganz konkrete Bitten an sie zu äußern. Eines der kosmischen Gesetzte lautet "der freie Wille steht über allem". Dies behindert viele deiner Spirits darin, für dich zu wirken, denn sie dürfen dir ihre Taten nicht aufdrängen, auch nicht die guten! Hier ist nur dein Schutzengel etwas ausgenommen.

 

Rede mit ihnen! Äußere deine Bitten! Stelle deine Fragen! Bitte um Hilfe! Erzähle von deinem Leben, deinen Situationen und bitte sie, dich zu unterstützen. Du kannst allgemein bitten "bitte helft mir" oder auch konkret "bitte schickt mir Mut". Du hast mit deinen Spirits ein Team um dich herum, an das du ALLE Bitten richten kannst, die dir nur irgend einfallen.

 

Die Hilfe wird kommen und sie wird immer so sein, dass sie deinem höchsten Wohle dient. Es kann also sein, dass der erbetene "Lottogewinn" nicht deinem höchsten Wohle dient, weil du dann womöglich kündigen würdest und du dann nicht an der Erfahrung reifen kannst, dich mit bestimmten Arbeitskollegen auseinanderzusetzen. Doch es wird Hilfe kommen, um den Konflikt mit den Arbeitskollegen bewältigen zu können und plötzlich löst sich die vertrakte Situation auf.

 

Rede am besten laut mit ihnen, vielleicht auf einem Spaziergang, unter der Dusche, beim Abwaschen oder sonstwo. Du kannst auch nur in Gedanken mit ihnen reden, doch laut ist besser, da das gesprochene Wort sehr viel Energie hat.

 

Rede mit ihnen - du wirst von ihnen unendlich geliebt.

 


Entscheide dich und dann: geh weiter

Es gibt eine große, eine gar riesige Kraft in dir, die dir jeden Tag und jede Sekunde deines Lebens zur Verfügung steht: Die Kraft deiner Entscheidung! So viel, von dem was du erlebst, hängt genau von dieser Kraft und ihren Auswirkungen ab.

 

Viele weise Menschen auf der ganzen Welt sagen, dass wir immer genau das haben und das erleben, für was wir uns einmal entschieden haben.

 

Nun, ich gebe zu, dass das im ersten Moment ziemlich unglaubwürdig klingt. Bei den schönen und angenehmen Dingen mag man sich das ja noch vorstellen - aber bei den schlechten und unangenehmen? Krankheit, Ärger, Armut, Vernachlässigung, Gewalt, Gefühlschaos, Tod, Einsamkeit und Depression und und und - für all das sollen wir uns mal entschieden haben? Nur sehr sehr schwer vorstellbar!

 

Klar ist schon mal, dass wir uns nicht bewusst, nicht lauthals für diese Dinge entschieden haben. Doch dessen bedarf eine Entscheidung auch nicht! Die allermeisten Entscheidungen unseres Lebens fällen wir, ohne dass unser bewusster Verstand es mitbekommt. Wir fällen sie schnell, in Sekundenbruchteilen, still und heimlich. 

 

Trotzdem schwer vorstellbar. Wieso um Himmelswillen sollte ich mich für so ein "Zeug" entscheiden, dass will doch kein Mensch haben.

 

Doch nehmen wir mal an und tun wir einfach mal so, als würde es stimmen - was würde das dann für uns bedeuten? Für alles, wirklich alles was ich erlebe, habe ich mich mal entschieden. Bitte versuch diesen Gedanken für ein paar Sekunden zuzulassen. Was würde das bedeuten?

 

Es bedeutet, dass wir jederzeit eine andere Entscheidung treffen können!

 

Wir können eine andere Entscheidung, eine andere Wahl treffen. Wir können uns für Gesundheit und Glück, für Geld und Freude, für Partnerschaft und Leben entscheiden. Wir können eine einmal gefällte Entscheidung ändern! Darin steckt unfassbar viel Kraft und Energie!

 

So einfach soll das sein? Ja! Eine Entscheidung aus ganzem Herzen wird dein Leben verändern.

 

Hattest du eine schwere Kindheit? Entscheide dich, dich von dem Einfluss deiner Kindheit jetzt zu befreien. Entscheide dich, voranzugehen. Entscheide dich, deine Kindheit nicht länger als Ausrede dafür zu nutzen, dass du deine Potentiale nicht lebst!

Sprich es laut aus.

Und dann spüre in dich hinein. Bist du wirklich bereit, deine Kindheit hinter dir zu lassen? Belüge dich nicht - ersetze in Gedanken das Wort "kann/können" durch "will/wollen": das kann ich nicht = das will ich nicht. Du bist nicht klein und schwach, was du wirklich willst, das kannst du auch - was du nicht willst, das tarnst du nur mit dem Ausdruck "das kann ich nicht". Wenn du hier Widerstände spürst, dann kannst du jetzt erahnen, dass du tatsächlich das in deinem Leben erlebst, für das du dich entschieden hast. Du kannst dich befreien, entscheide dich anders!

 

Lebst du in einer unglücklichen Beziehung? Entscheide dich, von diesem Augenblick an, auf deinen Partner zuzugehen. Entscheide dich für deinen Partner. Entscheide dich "ich will diese Partnerschaft". Entscheide dich, dass du die Probleme und Hindernisse zwischen euch überwinden willst. Entscheide dich für Gleichwertigkeit. Wenn nötig jeden Tag, wenn nötig mehrmals am Tag, wenn nötig immer dann, wenn du merkst, dass sich schon wieder eine negative Entscheidung eingeschlichen hat.

 

So kannst du mit allen Sitiationen deines Lebens verfahren.

 

Was willst du wirklich? Entscheide dich und dann: geh weiter.

 

 

Erkenne dich im Gegenüber

Jeder Mensch hat Eigenschaften, die er an sich mag und schätzt. Vielleicht reden wir nicht laut darüber, denn das ist in unserer Gesellschaft ja leider verpönt, doch wir freuen uns heimlich an diesen Eigenschaften und sind manchmal sogar stolz auf sie.

 

Dann gibt es da aber auch noch die Eigenschaften, die wir an uns gar nicht leiden können. Womöglich welche, die wir von unseren Eltern kennen und die wir nie im Leben selber haben wollten. Und es gibt Eigenschaften, die wir so schlimm an uns finden, dass wir sie schlicht komplett ignorieren und verleugen "so wäre ich ja nieeee!".

 

Nun hat sich das Leben einen tollen Trick ausgedacht, damit wir uns mit all unseren Eigenschaften - den geliebten wie den ungeliebten - immer wieder auseinandersetzen müssen. Das ist bei den geliebten toll und wunderbar - und bei den ungeliebten schrecklich, nervig und anstrengend: Das Leben schickt uns Menschen, die genau die gleichen Eigenschaften haben, wie wir!

 

Bitte den letzten Satz einmal "verdauen" und dann drüber nachdenken :o).

 

Das Leben schickt uns Menschen, die genau die gleichen Eigenschaften haben, wie wir!

 

Das bedeutet:

Der neue Kollege, dessen Humor ich so wunderbar finde, zeigt mir meine eigene humoristische Eigenschaft. Ich habe auch einen wunderbaren Humor! Vielleicht weiß ich das schon von mir, vielleicht halte ich mich aber auch für total humorlos und kenne die Eigenschaft "Humor" von mir noch gar nicht. Doch dass ich sie im anderen erkenne sagt mir deutlich: ich habe diese Eigenschaft auch! Vielleicht anderes ausgeprägt, weniger stark oder stärker, oder auch etwas anders gelagert - doch ich habe sie!

 

Wir können in unserem Gegenüber nichts erkennen, das nicht in irgendeiner Form auch in uns selbst vorhanden ist!

 

Finde ich meinen neuen Chef ganz schrecklich, weil er ein ewiger Besserwisser ist, dann werde auch ich die Eigenschaften eines Besserwissers in mir haben. Vielleicht zeige ich sie an ganz anderer Stelle, nicht in meinem Beruf sondern nur bei meinem Hobby, oder auch nur meinem Partner gegenüber, doch sie ist da. Womöglich finde ich diese Eigenschaft aber auch so abstoßend, dass ich beschlossen habe, mich selber anzulügen und sie in mir/an mir überhaupt nicht mehr erkennen kann, doch sie ist da.

 

Alles wunderbare, liebenswerte, das ich im anderen erkenne, ist auch in mir.

 

Alles gräßliche, nervige, ärgerliche, das ich im anderen erkenne, ist auch in mir.

 

Und alles darf sein!

 

Ich bin kein schlechter Mensch, nur weil ich in mir entdecke, dass ich auch eine cholerische Wutanfall-Seite habe und ich bin kein guter Mensch, nur weil ich in mir entdecke, dass ich ein wunderbar liebendes Herz habe. Beides macht mich einfach "nur" zu einem Menschen. Ganz schlicht. Beides gehört zu mir, beides ist eine Energie, die mich ausmacht.

 

Das zu erkennen und für sich selbst als Wahrheit zu fühlen, ist für mich wahre Licht- und Schatten-Arbeit!

 

So viele Menschen streben danach, ein wahrlich "guter" Mensch zu sein. Das ist eine wunderbare Sache und ich will sie gar nicht abtun, doch wenn wir uns nicht irgendwann auch unseren ungeliebten, verdrängten Seiten zuwenden, dann werden wir keinen Schritt in Richtung Licht mehr weiterkommen. Es ist wichtig, ALLES an uns zu aktzeptieren, anzunehmen und zu lieben. "Wer ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein" fast jeder kennt diesen Spruch der Bibel. Wir selbst werfen auf uns ständig riesige Steine. Wir wollen uns nur mit unseren "guten" Seiten identifizieren und von unseren "schlechten" Seiten wollen wir nichts wissen. Falls sie aber so deutlich ausgeprägt sind, dass wir sie nicht ignorieren können, dann schämen wir uns zumindest heftig für sie oder fühlen uns gar schuldig.

 

In Wirklichkeit gibt es gar keine "guten" oder "schlechten" Seiten, es sind einfach nur Seiten. Verhaltenweisen und Eigenschaften, die erst durch unsere Bewertung gut oder schlecht werden.

 

Um uns ganz zu erkennen und damit um ganz werden zu können, zeigt uns unser Leben unser ganzes Sein in unseren Mitmenschen. Was wir an ihnen nicht lieben, lieben wir an uns selbst nicht. Wir erkennen im anderen immer uns selbst - sowohl unsere Abgründe als auch unsere Potentiale.

 

So schau dich also um, was siehst du? Wie viele wunderbare Eigenschaften kannst du in den Menschen deiner Umgebung sehen und wie viele Eigenschaften, die du ablehnst? Alles ist deins! Beobachte, verstehe, aktzeptiere, nimm an, wachse und werde wieder ein Stück weit mehr "ganz", mehr heil!

 

 

Glaube dir nicht alles, was du denkst!

Durch deinen Kopf laufen pro Tag ca. 60.000 Gedanken. Hältst du sie alle für wahr?

 

Tatsache ist, dass wir unsere Gedanken durch unsere Aufmerksamkeit lenken können, doch dies tun wir die wenigste Zeit des Tages. Meist laufen unsere Gedanken durch unseren Kopf wie ein Radio, das im Hintergrund spielt. Wir beachten es wenig und lassen es einfach laufen, auch wenn Musik gespielt wird, die wir gar nicht gerne hören mögen.

 

Auch unsere Gedanken verselbstständigen sich gerne. Die meisten sind  Wiederholungen der immer gleichen Themen und je öfter wir sie denken, um so mehr halten wir sie für wahr.

Herrlich, wenn es positive und stärkende Gedanken sind!

Schrecklich und krank-machend, wenn es negative und schwächende Gedanken sind!

 

Meist machen wir uns nicht die Mühe, unsere tägliche Gedankenflut auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Wir glauben uns den ganzen Kram einfach so - und machen uns damit nicht selten sehr unglücklich.

 

Kennst du solche oder ähnliche Gedanken? :

"Meine Kollegin mag mich nicht. Wie sie schon guckt. So guckt sie nur, weil sie mich nicht mag. Die anderen Kollegen schaut sie nie so an. Sie mag mich halt nicht....."

""Die da oben" gängeln uns ständig. Denen ist es doch total egal, wie wir uns fühlen. Die schwimmen ja auch im Geld, denen ist es schnuppe, dass wir die Drecksarbeit für sie machen. Die halten uns doch alle für unter ihrer Würde......"

"Er/Sie benimmt sich unmöglich! Wie peinlich! Das ist ja ganz schlimm, dass muss er/sie unbedingt ändern. Nein, wie das aussieht. Ich habe das schon x-mal angesprochen und es wird einfach ignoriert. Das ist unmöglich! Er/Sie muss das unbedingt ändern ..."

"Ich bin zu dick/meine Nase ist zu groß/mein Busen ist zu klein! Himmel, wie ich aussehe, schlimm. Damit kann ich mich gar nicht mehr sehen lassen. Die anderen gucken schon! Schlimm!"

 

Diese Gedanken sind absolut fruchtlos und hoch toxisch. Wenn du solche Gedanken hast und sie durch ständige Wiederholung für wahr hältst, vergiftest du dich und dein Leben!

 

Es gibt mehrer Möglichkeiten, sich von diesem gftigen Gedankensalat zu befreien:

 

Kommunikation

Nimm deinen Mut zusammen und trau dich in Kommunikation zu gehen! Sprich die Menschen deiner Umgebung an und frage sie einfach, was sie von dir halten, wie sie über dich denken, wie sie die Aussage gerade gemeint haben oder auch dass du den Eindruck hast, dass du komisch angeguckt wirst. Überprüfe deine Gedanken auf ihren Wahrheitsgehalt! Und du wirst überrascht sein, wie häufig du daneben liegst! Und das ist so gut und heilsam! Du kannst auch deine Eltern befragen oder deine Geschwister. Kommunikation verbindet uns miteinander. Es gehört nur ein wenig Mut dazu, diesen Heilungsweg zu gehen.

 

Entscheidung

Die heilsame Kraft der Entscheidung wirkt auch hier ganz wunderbar! Hältst du einen Gedanken für wahr, den du in der Realität nicht überprüfen kannst, dann hast du die freie Wahl, ob du etwas postives oder negatives denken willst. Beispiel: Du denkst negativ über die Geschäftsleitung/die Politik/die Verwaltung und hast keine Chance hier mit den Menschen ins Gespräch zu gehen und sie kennen zu lernen. Du unterstellst ihnen in deinen Gedanken schlechte Absichten - kannst dies aber nicht auf Wahrheitsgehalt überprüfen. Frage dich bitte: "Kann ich wirklich 100%ig wissen, dass das was ich denke wahr ist?". Wenn deine ehrliche Antwort nein lautet, dann entscheide ganz bewusst, dass du ab jetzt positiv oder zumindest neutral über die Sache denken willst. "Ich werde mit meinem Urteil warten, bis ich Beweise habe! Bis zu diesem Zeitpunkt gehe ich erstmal vom Guten aus." Das machst du nicht für die anderen, das machst du für dich!

 

The Work

"The Work" ist eine Methode, die von Byron Katie entwickelt wurde. Es ist eine Art Coachingformat, dass der Überprüfung und Heilung von Gedanken dient. Im Grunde geht es darum, seine eigenen Gedanken zu hinterfragen und zu ergründen. Sie hat viele Bücher darüber geschrieben aber es gibt auch eine gute Homepage, bei der man sich kurze Videos ansehen und Unterlagen herunterladen kann. Ihre Methode lässt sich leicht erlernen und auch im Selbstcoaching durchführen.

Absolut empfehlenswert!!!

 

Befreie dich von deinen giftigen Gedanken - glaube dir nicht alles, was du denkst!

 

Lebe mutig !

Stehe zu deinen Gefühlen, fühle sie und spreche sie aus.

 

Geh immer wieder in Kommunikation. Trau dich, alle Themen, die dich beschäftigen, bei den Menschen deiner Umgebung anzusprechen.

 

Lüge nicht! Sprich deine Wahrheit oder sage nichts.

 

Wenn du nein meinst, dann sag nein. Wenn du ja meinst, dann sag ja.

 

Höre auf dein Herz und trau dich, ihm zu folgen.

 

Warte nicht auf "wenn ich erstmal .... Zeit habe, schlank bin, ein Haus habe, etc."  - sondern tue alles jetzt.

 

Trau dich, dir die Seiten an dir anzuschauen, die du nicht leiden kannst.

 

Habe den Mut, deine Urteile aufzugeben und ganz neue Gedanken zu denken.

 

Lass deine eigene Wahrheit zu.

 

Gehe die Wege, die dein Herz dir weist, auch wenn andere sie nicht verstehen können.

 

Gib deine Zweifel auf.

 

Liebe! Fühle deine Liebe, sprich über deine Liebe, sage den Menschen, die du liebst, dass du sie liebst.

 

Trau dich, verletzlich und angreifbar zu sein.

 

 

Alles atmet die selbe Luft - der Baum, das Tier, der Mensch

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von Clara Levits

 

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© Martina Hera Fuchs